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Einladung zum Nistkasten-Basteln

 

Noch finden nicht alle Meisen, Kleiber, Trauerfliegenschnäpper ...
in unseren Wäldern und Obstgärten geeignete Wohnungen für ihren Nachwuchs.

Am Samstag, den 4. März 2017 (Samstag in den Winterferien)

von 10-12 Uhr können Kinder und Jugendliche
im Werkraum der Grundschule Blitzenreute
unter fachkundiger Anleitung von Sepp Wöllhaf und Manfred Traub
Nistkästen für unsere Höhlenbrüter basteln.

Die Nistkästen werden dann im März im "Erlen" (zwischen Mochenw. und Messh.)
und im Biegenburgwald aufgehängt.

Wer einen Akkuschrauber hat, darf ihn gerne mitbringen.

 

 

Helferfest

Helferfest 2016Helferfest 2016

Mit einer Führung durch die Blitzenreuter Seenplatte und einem anschließenden Vesper bedankte sich der Ortsverband am 25.10.16 bei den zahlreichen Helfer/innen, die sich in diesem Jahr bei verschiedenen Projekten engagiert haben. Der Schwerpunkt des zweistündigen Rundgangs lag auf der (vor-) geschichtlichen Entwicklung dieser Landschaft. Anhand von eigens zu diesem Zweck vorbereiteten Karten erklärte Andre Kappler mit viel Fachwissen und großer Begeisterung, wie das Landschaftsprofil sowohl während der letzten Eiszeit, als auch in den vergangenen Jahrhunderten durch menschliche Eingriffe wie z.B. den Kiesabbau verändert wurde. Auch drei aus Syrien geflüchtete Menschen waren mit von der Partie. Sie hatten sich bei verschiedenen Aktionen eingebracht.

 

 

 

Wildbienen

 

  1. Was sind Wildbienen?

 

WildbieneSind Wildbienen verwilderte Honigbienen

oder gar aggressive Stecher?

Mit dem Begriff "Wildbienen" werden

Hautflügler bezeichnet, die ähnlich wie eine Honigbiene aussehen, aber einzeln leben und daher Einsiedlerbienen oder Solitärbienen genannt werden.

Die 450 verschiedenen Wildbienen-Arten in Baden-Württemberg werden unterschiedlich groß, von 2 bis etwa 30mm.

 

 

 

2. Brutplätze, Nistmaterial und Nestbau

Brutplatz

Viele Solitärbienen graben Hohlräume in den Boden oder legen ihr Nest in Schneckenhäuschen an. Die Mauerbiene bevorzugt Spalten in Mauern, die Mörtelbiene fertigt ein hartes Nest aus Lehm, Sand und Speichel. Die Blattschneiderbiene

benötigt Bohrgänge in totem Holz, die von Käfern hinterlassen werden, auch markhaltige

Stängel werden gerne angenommen.

In diesen Nistplätzen legt das Weibchen einen

Futtervorrat aus Pollen und Nektar für den

Nachwuchs an, legt ein befruchtetes Ei darauf

und verschließt die Brutzelle (oft mehrere hintereinander) mit Harz, Wachs oder einem Gemenge aus Erde und Speichel.

Aus dem Ei schlüpft nun die Bienenlarve, die sich von dem Futtervorrat ernährt und sich schließlich verpuppt. Später, oft erst im darauf folgenden Jahr, entwickelt sich in der Puppe ein ausgewachsenes Insekt, eine neue Wildbiene.

 

 

 

 

3. Bedeutung für die Natur

 

Wildbienen haben für die Pflanzenwelt eine immense Bedeutung. Sie

bestäuben zusammen mit den verwandten Hummeln und Wespen einen

großen Teil der Blüten. Gerade in Zeiten, da die Imkerei in

Deutschland drastisch abnimmt, sind viele Blütenpflanzen auf den

Besuch von Wildbienen angewiesen.

 

auf Blüteauf Blüte 

 

 

 

4. Gefährdung der Wildbienen

 

WildbieneLeider sind viele Wildbienenarten vom Aussterben bedroht. Das liegt zum einen an der Zerstörung der Lebensräume durch Bebauung, Flurbereinigung und übertriebene

Park-und Gartenpflege, als auch am Einsatz von Insekten-und Unkrautvernichtungsmitteln. So ist fast die Hälfte der Wildbienenarten in die sogenannte "Rote Liste" der vom Aussterben bedrohten Tiere aufgenommen worden.

 

 

 

 

 

 

5. Wildbienenschutz

 

Eine Möglichkeit, den Rückgang dieser Nützlinge zu verhindern, ist vielfältige Nisthilfe anzubieten. Dazu eignen sich Baumscheiben mit vorgebohrten Löchern, Rindenstücke, Schilf- Bambus- und Holunderstängel, Wabensteine,

durchlöcherte Lehmklumpen, Reisigbüschel und ähnliche Materialien. Alle diese Nisthilfen sollten an einem sonnigen, regengeschützten Platz angebracht werden.

Kinder der GS Blitzenreute haben in einer angebotenen Aktion im Rahmen einer "Lernwerkstatt" ein "Insektenhotel" entworfen und gebaut. In mannigfaltigen Nisthilfen können die Wildbienen einen Brutplatz für ihren Nachwuchs auswählen.

 

Bienenhotel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es wäre zu begrüßen, wenn in vielen Gärten und Anlagen kleine und größere Insekten-Nisthilfen aufgehängt würden, um so aktiven Naturschutz zu leisten. Natürlich muss auch ein vielfältiges Nahrungsangebot für diese Insekten vorhanden sein. Natürliche Blumenwiesen statt englischem Rasen, blühende Stauden und einheimische Gehölze statt Thuja und Blautannen helfen mit, die gefährdeten Arten zu erhalten.

 

 

Springkraut roden im Dornachried und Schreckenseegebiet

Das Forstamt und der Ortsverband BUND-Schenkenwald versuchen, das Indische Springkraut im nördlichen und östlichen Teil des Dornachriedes und im Schreckenseegebiet zu dezimieren. Der pflanzliche Einwanderer aus asiatischen Gefilden verdrängt bei massenhaftem Auftreten die einheimische Flora. Das wirkt sich bei den sehr sensiblen Moorgewächsen äußerst nachteilig aus.

In den vergangenen Jahren konnten wir schon gute Erfolge erzielen. Daher erfolgt auch dieses Jahr wieder der Aufruf, in der Hoffnung, dass sich möglichst viele Bürger/innen der Gemeinden Fronreute und Wolpertswende an dieser Aktion beteiligen.

Termine:

jeweils 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Treffpunkt:

Auf halber Strecke der Straße Vorsee-Wolpertswende am Wanderparkplatz oben am Wald oder nach Vereinbarung.
Unempfindliche Kleidung, Mückemschutz, Gummistiefel und Handschuhe sind empfehlenswert.
Wir danken schon im Voraus allen Helfer/innen.

Amphibienschutz

Alljährlich sorgen Helfer des BUND-Ortsverbandes Schenkenwald dafür, dass Amphibien heil über die Straßen kommen. So auch in diesem Jahr: Vom 26.02.16 bis zum 09.04.16 betreuten sie Amphibienzäune, die mit Unterstützung der Kindergruppe in Niedersweiler und Blitzenreute aufgestellt worden waren. Jeden Tag mussten die Eimerfallen morgens um 7 Uhr und abens um 21 Uhr kontrolliert werden. Die enthaltenen Tiere wurden untersucht, gezählt und wohlbehalten über die Straße gebracht. Das Ergebnis der Zählung war allerdings enttäuschend: Lediglich 143 Amphibien waren in den Eimern, ein starker Rückgang im Vergleich zur Aktion im letzten Jahr mit circa 350 Tieren.

Am 16.03.2016 hielt Herr Dipl.-Biol. Bertrand Schmidt, Landratsamt Ravensburg bei der Mitgliederversammlung in Mochenwangen einen Vortrag zum Thema "Amphibien im Landkreis Ravensburg - Welcher Frosch in welchem Wasser". Eine Kurzfassung dieses Votrags finden Sie hier: Amphibien im Landkreis Ravensburg

 

Bilanz 2016Eimerfalle

Bilder: Wolfgang Strobel, Text: Kurt Drescher

 

Pflanzaktion im Flurneuordnungsgebiet Wolpertswende

Am 18.03.16 um 14 Uhr war es soweit: Bei herrlichem Wetter versammelte sich eine bunte Schar auf einer Streuobstwiese im Flurneuordnungsgebiet Wolpertswende, um von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Obstbäume zu pflanzen. Unter Anleitung von Mitgliedern des BUND-Ortsverbandes Schenkenwald beteiligten sich Kinder aus Wolpertswende und Mochenwangen mit Feuereifer daran, die von Bauhofmitarbeitern vorbereiteten Pflanzlöcher zu erweitern und die Bäume zu setzen. Besondere Freude machte ihnen dann das Gießen der Bäume. Dabei musste das Wasser mit einem an einer langen Schnur befestigten Eimer aus einem nahe gelegenen Tümpel geschöpft und mit vereinten Kräften herangeschleppt werden. Ein zünftiges Vesper auf der Streuobstwiese rundete schließlich die Pflanzaktion ab.

Wasser schöpfenWasser schleppenPfahl einrammen

Den syrischen Flüchtlingen in unserer Gemeinde ist es ein großes Bedürfnis einen Teil der Unterstützung, die sie von der Bevölkerung erfahren, wieder an die Gemeinschaft zurück zu geben. Deshalb war es ein Leichtes, zwei von Ihnen für die Aktion zu gewinnen. Nachdem ihnen mit viel sprachlicher Improvisation die Bedeutung der Streuobstwiesen für Flora und Fauna erläutert wurde, übernahmen sie mit Begeisterung die Arbeiten, welche für die Kinder nicht geeignet waren. So waren im Nu die Schutzgitter für die Wurzelballen der Bäume mit der Drahtschere zugeschnitten und die Pfähle eingerammt, an denen die Kinder die Schnüre für die Befestigung der Bäume antackern durften. Ganz nebenbei ergab sich immer wieder die Möglichkeit zu einem Gespräch mit den anderen Teilnehmer/innen der Aktion. Der BUND-Ortsverband Schenkenwald freut sich, auf diese Weise zur Integration der Flüchtlinge beitragen zu können.

Text und Bilder: Kurt Drescher

 

 

Nistkastenbau für Höhlenbrüter und Fledermäuse

Alle Naturschützer haben ein großes Ziel: Arterhaltung der vielfältigen Flora und Fauna in unserer Natur. So hat es sich der BUND OV Schenkenwald schon vor Jahren zur Aufgabe gemacht, Vögeln, Fledermäusen und auch Wildbienen Nisthilfen und Unterschlupfmöglichkeiten anzubieten. Voraussetzungen zur Arterhaltung, die in unserer ausgeräumten Kulturlandschaft immer mehr verloren gehen. Anfangs im Werkraum der Mochenwangener Schule und seit 3 Jahren in der Schule Blitzenreute basteln Kinder und Jugendliche unter Anleitung von Sepp Wöllhaf und Manfred Traub Nistkasten für Meisen, Kleiber und Co., sowie Ruhekasten für unsere einheimischen Fledermäuse. Die Nistkasten wurden im „Erlen“, einem Wald zwischen Mochenwangen und Messhausen, einem Auwald am Krummensbach oder im Biegenburgwald aufgehängt.

Insektenhäuser-Bruthilfen für viele Hautflügler

Während sich die meisten Menschen ein Bild von der Honigbiene machen können, sind die über 500 Wildbienenarten in Deutschland nur wenigen bekannt.
Anders als die Honigbienen leben die Wildbienen einzeln und werden daher auch Einsiedler-oder Solitärbienen genannt. Wildbienen können unterschiedlich groß werden, von 2mm bis zu 3 Zentimetern.
Als Bestäuber haben Wildbienen eine herausragende Funktion. Für viele Pflanzenarten sind sie die einzigen Bestäuber. Sie sichern die Vermehrung und den Erhalt vieler Wildpflanzen und sind deshalb in ihrer Gesamtheit unter Schutz gestellt.
Im Rahmen eines Ferienprogramms haben Manfred Traub und andere Schenkenwald-BUND’ler ein Wildbienenhaus entworfen und zwischen dem oberen und unteren Schenkenwald aufgestellt. Ebenso entstanden bei der Schule Mochenwangen und der GS Blitzenreute im Rahmen einer Naturkunde-AG  Wildbienenhäuser.
Baumscheiben oder noch besser glatte Holzbohlen mit vorgebohrten Löchern, Rindenstücke, Schilf-,Bambus-und Holunderstängel, Wabensteine, durchlöcherte Lehmklumpen, Reisigbüschel und ähnliche Materialien stellen nützliche Nisthilfen dar.
Genau so wichtig sind artenreiche Felder und Gärten, Streuobstbestände, Buntbrachen und Blühstreifen. Sie bieten auch anderen Insekten und Vögeln einen reich gedeckten Tisch

Nistkastenkontrolle

Nistkasten bereitstellen ist die eine Seite des Naturschutzes. Gleichrangig muss das alljährliche Säubern der Nisthilfen angesehen werden. Der BUND OV Schenkenwald hat vor Jahren diese Aufgabe im „Erlen“ und am Krummensbach vom Nabu Weingarten übernommen.
Mit Leiter, Spachtel und Kehrwisch ausgerüstet geht es jeden Winter an die Reinigung und Kontrolle von nahezu 100 Nistkasten.
Erfreulicherweise ergaben die bisherigen Kontrollen, dass neben den bekannteren Höhlenbrütern wie Kohl-, Blaumeisen und Kleibern auch Trauerfliegenschnäpper und Baumläufer und in den großen Nistkasten Hohltauben und Dohlen erfolgreich brüteten.
Nur ganz wenige Nistkästen waren nicht besetzt, d.h. dass wir in den nächsten Jahren noch weitere Nistkästen bereitstellen sollten.

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